Eine per­sön­li­che Meinung/viel zu kurze Hom­mage.

Es ist jetzt fast zwei Wo­chen her … und ich trau mich jetzt.

Ich/Wir möch­ten uns herz­lich be­dan­ken für die An­teil­nahme, die uns im Zu­sam­men­hang mit dem Hin­schei­den un­se­rer Hün­din Lucy am 13.10.2014 auf ver­schie­de­nen We­gen zu­teil ge­wor­den ist. Vie­len Dank!

Aus mei­ner Sicht war Lucy ein­zig­ar­tig, aber das denkt wohl je­der lie­bende Hun­de­be­sit­zer über sei­nen spe­zi­el­len Lieb­ling, ver­ständ­li­cher­weise.

Fast 13 Jahre Lucy ha­ben nicht nur tiefe Spu­ren und Er­in­ne­run­gen bei uns hin­ter­las­sen, son­dern auch in der Mau­se­falle.

Sie fehlt, weil sie eben auch ein Al­lein­stel­lungs­merk­mal der Mau­se­falle war. Wer hat schon so gut auf­ge­paßt? Wer hat klar­ge­macht, dass das manch­mal in der Maus nicht das Ihre ist? Sie mochte keine Kon­zerte, sie hat es ge­hasst. Da­für brauch­ten wir noch nicht mal lü­gende Nach­barn im Haus. Wer hat, trotz HSV-Hals­band, re­si­gniert ne­ben mir ge­le­gen und nur beim Tor­schrei sich ir­ri­tiert bis bel­lend um­ge­schaut. Das galt im Üb­ri­gen auch für die Welt­meis­ter 2014 … und wer hat schon in fast lieb­ge­wor­de­ner Tra­di­tion «be­freun­dete» Kol­le­gen aus an­de­ren Knei­pen, die ab und zu stres­sig wur­den, an­ge­bellt bis zur Schin­ken­ver­wei­ge­rungs­an­nahme? Na­tür­lich: Lucy …

Neu­lich bei Herr­mann (Os­borne, Fried­rich­str., St. Pauli) Sonn­tag mit­tags auf dem Kiez in Ham­burg: Sie war mit uns da und hatte diese sehr spe­zi­elle Kneipe mit dem au­ßer­ge­wöhn­li­chen Wirt für sich ad­ap­tiert, weil Herr­chen und Frau­chen und Ex-Frau­chen das auch ta­ten. Kommt ei­ner rein, sie bellt ihn an, ich will sie be­ru­hi­gen, sagt Herr­mann, sie hätte schon ein gu­tes Ge­spür, der Gast sei ein Idiot … so war sie, unsere/meine Kleine, die auch im­mer auf die Mau­se­falle auf­ge­passt hat und Gäste — manch­mal ein klei­nes we­nig bis ein biß­chen mehr — zu (Un-)Recht (honni soit qui mal y pense) se­lek­tierte. Aber meis­tens hatte sie recht.

Oder als sie mir in San Se­bas­tian de la Go­mera den Rück­weg wies, ob­wohl wir den HIN­weg nur ein­mal ge­gan­gen wa­ren. Oder, oder, oder …

Je­den­falls: Im Na­men ih­res Frau­chens, Me­la­nie, und de­ren „Vor­gän­ge­rin im Amt“, Peti , die sich seit je­her lie­be­voll um Lucy küm­merte, er­laube ich mir ein Dan­ke­schön für all die net­ten Worte und Bei­leids­be­kun­dun­gen, die uns er­reicht ha­ben. Und wir be­dan­ken uns auch sehr bei den Men­schen, die Lucy in Pflege hat­ten, wenn wir mal nicht da wa­ren, seien es nun Claudi und ihr Ex-Freund (des­sen Vor­name mir pein­li­cher­weise ge­rade nicht er­in­ner­lich ist), Leni, Moni, Klaus, Mar­got, Jan, Lisa, noch­mals Lisa, die Kiki … und Mo­de­sta, die mit Lucy auch ein we­nig HH er­oberte … und über­haupt!!

Es war schön zu le­sen, daß Lucy auch bei an­de­ren Gäs­ten Spu­ren hin­ter­las­sen hat. Sie hat aus­ge­wählt und ge­wählt, die­ser manch­mal be­schützt sein wol­lende, aber im­mer auch be­schüt­zende und em­pa­thi­sche Hund; eine Hün­din, die auf­paßte, und bis zu­letzt trotz al­ler Schmer­zen treu und loyal und ver­trau­ens­voll die Nähe ih­res Herr­chens suchte …

Die Mau­se­falle ist ein Stück weit we­ni­ger ohne Lucy … und ich auch.

Ge­org

PS: Noch­mals vie­len Dank für die ge­währte An­teil­nahme. Lucy würde es lie­ben … aber bringt ja ein Würst­chen mit … nur nicht zu heiss!!